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Solar Ratgeber

Überschüssigen Solarstrom verkaufen

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Überschüssigen Solarstrom verkaufen

Jedes Jahr produziert Ihre Photovoltaikanlage Solarenergie, die Sie nicht nutzen, aber mit der Sie Geld verdienen können. Diesen überschüssigen Strom können Sie als Kleinstproduzent an das öffentliche Stromnetz verkaufen. Vielleicht kann dadurch Ihr Nachbar oder einer Ihrer Freunde Ihren Solarstrom nutzen. Insbesondere in den Sommermonaten können Sie hier ein Nebenverdienst aufbauen, welcher die Stromkosten im Winter decken kann.

Wie verkauft man überschüssigen Strom?

Strom, den Sie selber nicht nutzen, können Sie in das öffentliche Stromnetz einspeisen und dabei Geld verdienen. Das Gesetz für den Ausbau erneuerbare Energien (EEG) legt eine Vergütung für jede Kilowattstunde Strom, die Kunden das öffentliche Netz einspeisen, für die kommenden 20 Jahre fest. Die Höhe der Einspeisevergütung hängt von der Anlagengröße, dem Typ (Gebäude oder Freifläche) und dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme ab.

Aktuell beläuft sich die Vergütung auf:

  • kleiner als 10 kWp: 7,47 Cent pro Kilowattstunde
  • kleiner als 40 kWp: 7,25 Cent pro Kilowattstunde
  • größer als 40 kWp: 5,68 Cent pro Kilowattstunde (Stand: Juli 2021)

Diese Einspeisevergütung sinkt allerdings seit Jahren, sodass es immer lukrativer wird, den selbst erzeugten Strom im eigenen Haus zu verbrauchen. Denn so müssen Hausbesitzer weniger Energie von ihrem Versorger beziehen und sparen etwa 30 Cent pro Kilowattstunde.

Die Netzbetreiber sind seit 2009 verpflichtet deinen Solarstrom anzunehmen. Um genau ermitteln zu können, wie viel Strom in das öffentliche eingespeist wurde, muss der Netzbetreiber bei Ihnen einen Zählertausch vornehmen und einen Einspeisezähler installieren.

Wann müssen Sie Ihren Solarstrom versteuern?

Wenn Sie eine Photovoltaikanlage auf Ihrem privaten Dach betreiben, können Sie verschiedenen Steuerpflichten unterliegen. Diese Steuerpflicht ist abhängig davon wie große Ihre Anlage ist und ob Sie den erzeugten Solarstrom selbst nutzen oder verkaufen. Wir haben dir die wichtigsten Informationen zusammengefasst. Da wir jedoch keine Fachprofis für Steuern sind, fragen Sie im besten Fall bei Ihrer Steuerberaterin nach, was am meisten Sinn macht.

Wenn Sie einen Teil Ihres Solarstroms verkaufen und dafür Geld bekommen, sind Sie unternehmerisch tätig. Sobald Sie hierbei Gewinn erzielen, fällt hierauf Einkommenssteuer an und Sie müssen den Gewinn bei Ihrer Steuererklärung angeben. Das Bundesfinanzministerium hat im Juni 2021 neue Vorgaben veröffentlicht, wann Sie sich hiervon befreien lassen können.

Folgende Voraussetzungen müssen Sie erfüllen:

  • die Photovoltaikanlage gehört Ihnen und hat maximal 10kW Leistung
  • die Anlage ging nach 2003 in Betrieb
  • sie befindet sich auf einem Ein- oder Zweifamilienhaus oder auf anderen Gebäuden auf demselben Grundstück (etwa Garage oder Gartenhaus)
  • Sie leben in dem Haus oder haben es vermietet
  • Sie nehmen durch gelegentliche Vermietung von Räumen im Haus maximal 520 Euro pro Jahr ein. Ein häusliches Arbeitszimmer bleibt unberücksichtigt.

Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, können Sie wählen, ob Sie Ihre Gewinne aus dem Betrieb deiner Photovoltaikanlage versteuern möchten oder ob Sie die "Vereinfachungsregel" anwenden und Ihre möglichen Gewinne nicht bei dem Finanzamt angeben müssen. Das wird von dem Finanzamt als "Liebhaberei" betrachtet und bedeutet, dass Sie mit dem Betrieb Ihrer Anlage über die gesamte Betriebsdauer keinen Gewinn erwirtschaften werden. Ob dies zutrifft oder nicht, wird von dem Finanzamt nicht überprüft.

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